Mobilitätsstudie im Kreis Lippe

Lippe wird fit für die Zukunft gemacht. Dazu gehört, dass die Lebensbedingungen im Kreis optimal gestaltet werden. Im ländlichen Raum ist dabei neben der Arbeitsplatzsicherung, guter Bildung und der Gesundheitsversorgung besonders ein funktionierendes Mobilitätskonzept wichtig. Die Lipper werden daher bei der Planung eines zukunftsfähigen Verkehrsangebots einbezogen: In den nächsten Tagen erhalten 30.400 Haushalte im Kreis Post vom Landrat und werden in den enthaltenen Fragebögen gebeten, Aussagen zu ihrem Mobilitätsverhalten zu treffen. Die Ergebnisse der Befragung sind Grundlage für die Gestaltung des öffentlichen Nahverkehrs sowie des Rad-, Fuß- und Kfz-Verkehrs im Kreis und den Kommunen. Landrat Dr. Axel Lehmann erhofft sich viele Rückmeldungen: „Als bürgernahe Verwaltung interessiert es uns natürlich, wie die Lipper Verkehrsangebote nutzen. Dadurch können wir Konzepte erstellen, die den Bedürfnissen der Bürger nachkommen und nicht an ihnen vorbei planen. Unser Zukunftskonzept soll schließlich auch über das Jahr 2025 hinaus gültig sein.“

Die großangelegte Studie, die in Kooperation von Kreis, KVG Lippe, den Städten Detmold, Lemgo und Bad Salzuflen sowie dem Ingenieurbüro Helmert  entstanden ist, erfasst die Wege und Aktivitäten der Umfrage-Teilnehmer während eines Tages. Bei der Auswertung, der Modal-Split Analyse, wird dann das spezifische Verkehrsverhalten der Bevölkerung ermittelt. „Die Modal-Split Analyse trägt zur klimafreundlichen Gestaltung der Mobilitätsangebote bei. Sie erfasst die Verteilung der zurückgelegten Wege mit den verschiedensten Verkehrsmitteln. Daraus lassen sich wichtige Rückschlüsse für die Planungen von Buslinien, Straßen und Radwegen ableiten“, erklärt Olrik Meyer, Fachgebietsleiter Immissions- und Klimaschutz. Bei einer bedarfsorientierten Planung können dadurch Verkehrsangebote zu Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie Einkaufs- und Freizeitzielen so geschaffen oder auch angepasst werden, ohne, dass ein Auto vorhanden sein muss.

Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig. „Mit jeder Rückmeldung steigt jedoch die Zuverlässigkeit der Ergebnisse. Im Grunde helfen die Teilnehmenden nicht nur uns, sondern sich selbst, indem sie uns an ihren Wegen und somit ihre Mobilitätsbedürfnisse teilhaben lassen“ erläutert Achim Oberwöhrmeier, Geschäftsführer der KVG Lippe. Für die Rückmeldung können die ausgewählten Haushalte verschiedene Wege nutzen: Neben der kostenfreien Rückantwort per Post können die Teilnehmer die Fragebögen auch im Internet ausfüllen oder sich telefonisch befragen lassen. Unter allen Teilnehmern werden als Dankeschön Preise wie z.B. ein iPad verlost. Die Fragebögen sind ebenfalls anonym und mit Anna Nonte, der Datenschutzbeauftragten des Kreises Lippe, abgestimmt.

Weitere Informationen zur Umfrage und zur Teilnahme gibt es bei Herrn Bernd Schulze-Waltrup vom Fachbereich Verkehrsplanung der KVG unter B.Schulze-Waltrup@kreis-lippe.de oder 05231/627952 sowie unter http://mobil-in-lippe.de/.

Wollen die Mobilitätsgewohnheiten der Lipper erfragen: Achim Oberwöhrmeier, Olrik Meyer, Landrat Dr. Axel Lehmann sowie Kathrin Henniger, Planerin Ingenieurbüro Helmert (von links).